Interview mit Angelika Weigelt

Angelika Weigelt hat louis fett auf mager getestet

Angelika, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst.

Angelika Weigelt: Das mache ich sehr gerne, Jessica. Ich bin gespannt auf deine Fragen.

Du bist ausgebildete technische Zeichnerin. Wann und wie kamst du zur gestaltenden Kunst?

Angelika Weigelt: Das entwickelte sich aus der langjährigen freiberuflichen Tätigkeit. Damals gab es noch keine Computer, sodass die Freihandgestaltung, heute würde man Illustration sagen, gerne und oft gefragt war. Irgendwann habe ich entdeckt, dass all diese Dinge, wie zeichnen, malen, die Bildhauerei – das die gestaltende Kunst mein Leben ist. Hab´ mich weitergebildet an der Hochschule für Künste in Bremen, bin gereist, arbeitete mit anderen Künstlern, im In- und Ausland, gab den technischen Berufszweig ganz auf, wollte keine Ideen anderer mehr verbildlichen, die keinen Gestaltungsfreiraum für mich lassen.

Hat dich eine Kunstbewegung oder einen Künstler beeinflusst? Wenn ja, auf welche Art und Weise?

Angelika Weigelt: Das kann ich gar nicht so separieren. Es sind wohl die informellen Maler und die Maler mit einem romantischen Kunstverständnis. Ich finde, mich in beidem wieder. Grundsätzlich beeinflusst mich erstmal alles, Menschen, Tiere, Pflanzen, Ereignisse – das ganze Erleben hat Einfluss. Was davon an die Oberfläche kommt und sich in einer künstlerischen Arbeit ausdrückt, ist bis zum Erscheinen auch für mich unbekannt. 

Wo oder wie findest Du Inspiration?

Angelika Weigelt: Wo? In der Stille allgemein, in der Weite eines Horizonts, auf den Inseln der Nordsee und an den Ufern der Ostsee, in der Natur allgemein.

Wie? Durch Einlassen, Loslassen und dann schauen was kommt (lacht). Mit den Jahren habe ich so eine Art inneren Bildschirm entwickelt. Den kann man sich wie ein Popup im Browser vorstellen, nur viel weniger aufdringlich. Ich muss schon kurz innehalten und nachspüren. 

Wie ist dein Schaffungsprozess?

Angelika Weigelt: Du zielst mit der Frage sicher auf meine Gezeitenkunst, nicht wahr? Die ist schon speziell. Sie imitiert und vereint Lebensprozesse, innerlich wie äußerlich (lächelt). Ich weiß, das muss ich genauer erklären.

Also, das Leben an der Nordsee mit Ebbe und Flut beeinflusst natürlich. Es lässt schnell erkennen, dass das Leben Rhythmen folgt aus Nähe und Abstand. Mit der leeren Leinwand mache ich das gleiche, da gibt’s Ebbe und Flut mit Farbe, da entsteht neues Land und Strukturen finden sich. Diese greife ich irgendwann auf und arbeite mit ihnen. Charakteristisch sind für mich viele kleine Figuren, die zusammengesetzt ein großes Ganzes ergeben. Dadurch wechselt der Betrachter beim fertigen Bild die Position. Er geht nah ran für die kleinen Teile und geht weiter weg, um das Ganze zu sehen, das nenne ich eine Übertragung des Rhythmus. Ich, das Bild und der Betrachter erleben gemeinsam Nähe und Abstand – ist das nicht faszinierend?   

Welche Techniken nutzt du für deine Malerei?

Angelika Weigelt: Nachdem ich gelernt hatte mich in verschiedenen Medien auszudrücken, ist es am Ende Acryl geworden. Diese Farbe erlaubt multiple Techniken. Ich beginne nach der Grundierung immer lasierend, dann wechselt die Konsistenz von flüssig bis pastös (…), wie bei Ebbe und Flut. Es wird gekratzt gespachtelt, gepinselt und gewischt. Die ersten 40 Schichten folgen keiner Intention. Ich warte auf die Strukturen, die sich bilden – der „Charakter“ des Bildes muss für mich sichtbar werden, die Leinwand darf sich entwickeln. 

Erfahrung mit Keilrahmen louis fett auf mager
Angelika Weigelt – Deep Rooted 2 auf LOUIS

Als gestaltende Künstlerin bist du nicht nur Malerin. Erzähle uns doch bitte mehr über deine Kunst.

Angelika Weigelt: Ja das stimmt, Kunst ist Leben und Leben ist Kunst für mich. Ich kann nicht unterscheiden zwischen mir und der Kunst, da habe ich keine Grenze. Wenn mir ein anderes Medium, als die Malerei, wie z.B. die Bildhauerei oder auch das geschriebene Wort besser erscheint, um eine Intention auszudrücken, dann mache ich das, wie bei Schwanskinder z.B., das ist eine Skulptur und ein Buch. Dafür stand ich zunächst, wie so oft schon an der Ostseeküste, kurz hinter Flensburg, hatte einen Stein angefangen zu bearbeiten, als ein Schwan im Wasser landete, an Land kam und mir bis zum Abend Visasvis Modell saß. Ich habe ihn in die angefangene Skulptur eingearbeitet. Diese Begegnung war so beeindruckend für mich, dass ich durch nachträgliche Recherche Erstaunliches herausgefunden habe. Um diese Geschichte mit anderen teilen zu können, habe ich ein Buch daraus gemacht und die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Ich recherchiere aktuell einen noch unglaublicheren Aspekt. Was ich herausgefunden, habe findet man im Blog zum Buch. 

Was möchtest du mit deiner Kunst ausdrücken?

Angelika Weigelt: Mit meiner  Gezeitenkunst zeige ich zum einen immer wieder in der Ganzheit meiner Bilder, wie sehr wir mit allem was uns umgibt und was uns ausmacht verflochten und verwurzelt sind. Evolution, Nachhaltigkeit, Lebensraum sind häufig wiederkehrende Motive. Zum anderen bergen die undefinierten kleinen Muster die Chance einen Blick auf die eigenen Denkmuster zu werfen. Sie bringen Wahrnehmung und Gefühl des Betrachters wieder zusammen. In einer Zeit der Reizüberflutung ein unbedingter Mehrwert . Es geht also immer um Wahrnehmung, um Sein und um Sinnhaftigkeit im Leben, in allen meinen Arbeiten.   

Erfahrung mit Keilrahmen louis fett auf mager
Deep Rooted 1 – Keilrahmen LOUIS

Welche Künstler müsste man sich deiner Meinung nach näher anschauen?

Angelika Weigelt: Mich natürlich! (lacht) 

Hast du ein Motto in deinem Leben?

Angelika Weigelt: Think outside the box! – verlasse das Gewohnte, um dich zu entwickeln. Das praktiziere ich täglich. 

Du hast den Keilrahmen LOUIS 40×60 von FETT auf MAGER getestet. Konnte er dich überzeugen?

Angelika Weigelt: Das konnte er. Er hat den Charme eines handgemachten Keilrahmens, so wie die, die ich für mich gerne aufwendig und mit viel Liebe herstelle. Das verwendete Baumwolltuch vom Keilrahmen LOUIS hat eine sehr gute Grammatur und Feinheit. Ich habe mein Leinentuch, auf dem ich sonst bevorzugt arbeite, nicht vermisst. Das Rahmenholz blieb von Anfang bis Ende formstabil und das heißt schon was bei meinen pigmentreichen Gezeiten. Ich bearbeite die Leinwände ordentlich, die müssen wirklich was aushalten. Das hat LOUIS exzellent gemeistert. Danke, dass du mir ihn vorgestellt hast. Ich hab´ mich spontan verliebt, ein wunderbares Produkt.   

 

Angelika, das höre ich gerne! Ich freue mich, dass der Keilrahmen LOUIS dich überzeugen konnte. Mein Motto ist immer. Lerne LOUIS kennen und lieben ! Passt also 😉

Vielen Dank für deine Zeit und das Interview, das hat Spass gemacht.

Angelika Weigelt: www.weigeltdesign.de

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